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Beteiligung – gestalte deine Zukunft mit!

Beteiligung - Projekt der Jugendfeuerwehr Baden-WürttembergIn Zukunft möchte sich die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg vermehrt mit dem Thema „Beteiligung“ beschäftigen. Wir sehen es als notwendig an, die Jugendfeuerwehrwarte, Jugendgruppenleiter, Kindergruppenleiter und Betreuer für dieses Thema zu sensibilisieren.

Hierzu erarbeiten wir aktuell Materialien für die Praxis. 

Unseren Projektflyer könnt ihr kostenlos im Jugendbüro bestellen.

Ein wichtiger Teil der Beteiligung ist für uns das Jugendforum. Im Jugendforum treffen sich die Jugendsprecher der Landkreise zum regelmäßigen Austausch.

WAS IST BETEILIGUNG?

Beteiligung wird auch Partizipation genannt. Partizipation setzt sich aus den beiden lateinischen Worten „Pars“ = der Teil und „capere“ = nehmen zusammen, wörtlich übersetzt heißt Partizipation also Teilnehmen. Es gibt verschiedene Stufen der Partizipation (vgl. das Stufensystem der Partizipation), wobei die eigentliche Beteiligung erst auf Stufe sieben beginnt. Oft meinen wir, dass wir mit dem, was wir bereits machen, die Jugendlichen beteiligen, doch wenn wir die Stufen selbstkritisch betrachten, stellen wir vielleicht fest, dass wir uns bislang noch auf einer Vorstufe der Beteiligung befinden. Beteiligung ist ein Prozess, welcher durchaus auf einer Vorstufe beginnen darf, sich dann aber weiterentwickeln sollte. Zu einem Beteiligungsprozess gehört es, dass ein Entwurf durch Diskussionen entwickelt wird bis hin zur Entscheidung und der selbstständigen Durchführung.

Selbstbestimmung ist die höchste Form der Partizipation. Dabei haben alle Gruppenmitglieder mitbestimmt und zu der Entscheidung beigetragen. Bei Mehrheitsentscheidungen ohne vorherigen Diskussionsprozess sprechen wir eher nicht von Beteiligung, da in dieser Situation die Mehrheit entscheidet, dafür aber andere Meinungen unter den Tisch fallen. Nach Möglichkeit sollte ein Konsens in der Gruppe gefunden werden, in dem sich alle Meinungen und Perspektiven wiederfinden.

Ohne Beteiligung hat man ein Publikum jedoch keine Gruppe! Beteiligung ist anstrengend, aber man profitiert davon, als Gruppe und auch als Einzelperson.

WARUM BETEILIGUNG IN DER JUGENDFEUERWEHR?

Für euch als Betreuer ist es wichtig zu erfahren, was die Themen und Interessen der Kinder und Jugendlichen sind. An denen solltet ihr die Inhalte eurer Übungsstunden und Aktionen anlehnen. Fühlen sich die Kinder und Jugendlichen mit ihren Ideen ernstgenommen, Identifizieren sie sich stärker mit der Feuerwehr und ihr könnt sie besser an diese binden, gleichzeitig steigert ihr die Zufriedenheit und die Motivation für weiteres Engagement. So entsteht die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und Grenzen auszutesten.

Ihr als Betreuer, als Vertreter der Kinder und Jugendlichen seid außerdem dafür zuständig, die Interessen an höheren Stellen zu vertreten, auch hierfür ist es natürlich notwendig, dass ihr wisst, was eure Mitglieder bewegt. Aber nicht nur deshalb ist Beteiligung wichtig, ihr seid auch gesetzlich dazu verpflichtet. Im § 11 Abs. 1 SGB VIII steht folgendes: „Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.“

Der Landesjugendring Baden-Württemberg beschreibt in seinem Positionspapier „Mehr Macht für Kinder und Jugendliche“ (2020) die Jugendverbände als „Werkstätten der Demokratie“. In diesem Papier fordert er, das Wahlalter bei allen Wahlen auf 14 Jahren zu senken. Damit kommt den Jugendverbänden eine noch wichtigere Rolle zu. Denn Kinder und Jugendliche müssen dann noch stärker erfahren, was Demokratie und demokratische Beteiligungsprozesse sind, damit sie die Bedeutung von Wahlen schon frühzeitig kennenlernen.

Von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg gibt es nun eine Handreichung, um Jugendbeteiligung auch online umsetzen zu können.Hier werden ausführlich die Möglichkeiten von Wahlen und Umfragen online, sowie von Apps beschrieben. Außerdem werden verschiedene Anbieter kurz vorgestellt.